Drohende Lieferkettenkrise: Salathersteller kämpfen gegen Unwetter

Das Jahresende versetzt die Hersteller von Fresh-Cut-Salaten (verzehr- oder küchenfertige Salatmischungen aus dem Kühlregal) nicht gerade in Feierstimmung: Extreme Wetterbedingungen setzen der Rohstoffversorgung dieser Industrie stark zu. Besonders Norddeutschland, Frankreich und Italien stehen im Zentrum der ungewöhnlich schlechten Wetterlage, die die Lieferketten auf eine harte Probe stellt.

Ein frischer, grüner Kopfsalat liegt auf einer nassen, glänzenden Oberfläche. Wassertropfen auf den Blättern und dem Untergrund lassen den Salat besonders knackig und appetitlich erscheinen.Quelle: Adobe Stock

Schwere Stürme und ungewöhnlich hohe Niederschläge haben in verschiedenen Anbaugebieten in Frankreich verheerende Auswirkungen. In einigen Regionen fiel so viel Regen wie seit 30 Jahren nicht mehr: Allein in Nantes registrierte man innerhalb eines Monats 250 bis 300 mm Niederschlag im Vergleich zu den üblichen 700 mm pro Jahr. Diese extremen Bedingungen haben die Ernte und die Aussaatplanung verzögert, was zu signifikanten Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von erwachsenen Salatvarianten wie Kopf- und Eichblattsalaten sowie insbesondere Feldsalat führt. Die Branche erwartet Verluste von 30% im Dezember und über 50% im Januar allein für Feldsalat.

Auch in Italien und Norddeutschland beeinträchtigten starke Regenfälle die Erträge und die Qualität nahezu aller Salatarten, vor allem bei jungen Blättern und Feldsalat.

Die Hersteller zeigen großes Engagement, die Auswirkungen auf die Warenlieferungen so gering wie möglich zu halten. Dabei spielt die individuelle Kommunikation mit den Kunden über Produktverfügbarkeit und getroffenen Maßnahmen eine entscheidende Rolle. Denn vor den Mitgliedsunternehmen stecken die kommenden Monate voller Unsicherheiten: Können sie unter den extremen Umständen weiterhin Fresh-Cut-Produkte in gewohnter Qualität liefern und die Auswirkungen der Versorgungskrise begrenzen? Das hängt nicht zuletzt davon ab, ob die Salathersteller sich den Wetterwidrigkeiten stellen und die Lieferketten aufrechterhalten können.

Auf dem Photo ist die Gründerin Paola Varela Perez des Startups Holiroots zu sehen.

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